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Je besser Sie Ihren Hund kennen, desto besser funktioniert das Zusammenleben

Wenn es um Hundeerziehung geht, hört man oft: "Man muss erst den Halter erziehen, dann den Hund." Vor allem sollte der Halter lernen, wie sein Hund funktioniert und welche Reaktionen in einer bestimmten Situation möglich sind, damit er negative Reaktionen vorhersehen und verhindern kann. Man muss ihn auch lehren, mit seinem Hund zu kommunizieren, ihn zu verstehen und sich ihm verständlich zu machen. Die meisten Probleme und Konflikte stammen daher, dass auf beiden Seiten Unverständnis und Unkenntnis herrschen, was die Regeln und das Sozialverhalten der jeweils anderen Spezies betrifft. Halter und Hund müssen lernen, miteinander zu leben.

Der Halter muss also aus Zeichen, die sein Hund verstehen kann, eine Sprache entwickeln.

Erst wenn dieser Kommunikations-Code existiert, kann mit der Familienerziehung des Hundes begonnen werden.

Diese Familienerziehung soll die hierarchische Rangposition des Hundes festlegen sowie die Regeln des Zusammenlebens, denen er sich in seinem neuen "Familienrudel" unbedingt unterwerfen muss.

Zunächst interessiert man ihn für ein Objekt (Gummiball, Beißwurst etc.). Diese Objektmotivation wird später während des Trainings sehr nützlich sein.

Als Erstes geht es um Disziplin und nicht um Gehorsam. Man legt Regeln fest: kein Fressen bei Tisch, kein Zugang zu bestimmten Räumen und Festlegung der Bereiche, in denen der Hund seine Geschäfte erledigen kann.

Ausgehend von der Objektmotivation kann man schnell über das Spiel eine gewisse Disziplin entwickeln und erreichen: der Hund geht bei Fuß, hört auf die "Sitz!" und "Platz!", er kommt, wenn man ihn ruft und apportiert bestimmte Gegenstände...

Besitzt der Hund die Grundlagen der Disziplin (nicht vor dem achten Lebensmonat), kann man mit ihm Gehorsamsübungen trainieren: mit und ohne Leine bei Fuß gehen, Änderung der Richtung, der Gangart, der Position ("Steh!" "Platz!" "Sitz!"), das Bleiben, das Kommen, wenn man ihn ruft (sehr wichtig), bei großen Hunden das Tragen eines Maulkorbs (falls nötig) sowie die Arbeit in der Gruppe zur Entwicklung des Sozialverhaltens im Umgang mit dem Menschen und anderen Hunden.

Der Hund braucht Ihre Autorität für sein inneres Gleichgewicht, aber wenn er Ihnen gehorchen soll, darf er keine Angst vor Ihnen haben. Es geht weder um Unterwerfung noch um übermässige Strenge, die er als Strafe empfände, sondern um aus freien Stücken gewährten Gehorsam. Es empfiehlt sich, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, damit die Beziehung zwischen Halter und Hund sich positiv entwickeln und in jeder Situation dazu beitragen kann, natürliche Ängste und Widerstände zu überwinden.

 

Gewisse Regeln sind also zu beachten:

  • Konsequentes Verhalten: Zeigen Sie in einer gegebenen Situation stets die gleiche Reaktion, dann lernt der Hund sehr schnell zu unterscheiden, was er darf und was nicht. Inkonsequenz = Unverständnis und Misstrauen
  • Vertrauen ist die elementare Basis jeder Kommunikation. Vertrauen verdient man sich durch gerechtes Verhalten. Der Hund hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.
  • Gefühle ausdrücken können, dem "Ja" die richtige Betonung verleihen, wenn der Hund etwas gut gemacht hat, ein knappes, bestimmtes "Nein" von sich geben, wenn der Hund etwas tut, was er nicht soll. Der Hund erkennt auf diese Weise sehr schnell, wie zufrieden oder unzufrieden sein Halter ist.
  • Geduldig und vor allem sehr aufmerksam sein und merken, wenn der Hund müde, aufgeregt, verunsichert oder ängstlich ist, um so negative Reaktionen vorherzusehen und zu verhindern.
  • Und schließlich - sich als guter "Rudelchef" verhalten, mit allem, was dies an Autorität und Verantwortung mit sich bringt.

Dies sind einige Ratschläge, die Hundehaltern beherzigen sollten. Vergessen Sie auch nicht, dass der Hund in erster Linie ein Quell der Freude im Leben seines Halters sein sollte, der seine Gesellschaft hoffentlich zu schätzen weiß und nicht nur erträgt, wie es leider oft der Fall ist.

 

Quelle: J.-P. Petitdidier, Erziehung des Hundes, Erziehung des Hundebesitzers, in: "Der junge Hund", SFC, Paris, 1997.